Durch den Ebryter

Vorwort

Die Geschichte spielt auf dem Planeten Lygea. Für Kontextverständnis könnt ihr hier eine ganz grobe Übersicht zu den Völkern und der Welt lesen. Bei Interesse, tiefer in die Welt einzutauchen, empfehle ich unsere World Anvil Seite (Noch in Bearbeitung).

25. Rovember 1025, Das Jahr Aquems

Als wir mitten in der Nacht aus Sislepo ablegten, waren fast alle erschöpft zu Bett gegangen. Riju bemühte sich Señiorita Sylvi bekannt und vertraut zu machen. Sie fürchtete sich selbstredend noch mehr, als sie sich frei fühlte. Um ihr Vertrauen zu erlangen benötigen wir noch einige Tage mehr.

Nach ungefähr 4 Tagen sahen wir auch schon den Ebryter. Doch die Durchfahrt war sehr schmal und viele andere Schiffe standen regelrecht an. Zu meinem Ärgernis sah ich Asteirhos Schiff gerade in den Tunnel hineinfahren. Am Nordufer standen etwas weniger Schiffe an, als am Südufer. Bei genauerem hinsehen erkannten wir auch, dass dort auch eine kleine Hütte aufgebaut war und die Seeleute dort ein und ausgingen. Meinem Drang Asteirho hinterher zu jagen widerstehend steuerte ich die Predacésso ans Nordufer und ging von Bord. In der Hütte erkundigte ich mich was dieses Aufreihen auf sich hatte. Es stellte sich heraus, die durchfahrt des Ebryters war auch eine Herausforderung der Weltreise. Uns wurde die Warnung ausgesprochen, dass die wilden Gewässer des Kanales tödlich sein könnten. Nicht jeder Weg würde ein offenes Ende haben und gefährliche Kreaturen machten sich dort breit. Es bedurfte erfahrene Seeleute um dort hindurch zu navigieren. Bei Dragnars Flossen! Wenn das nicht ein Abenteuer sei, was denn sonst? Als mögliche Belohnungen hatten die Organisatoren Kugeln von der Tunneldecke gehangen die man, mit etwas Geschick, einsammeln konnte. Bevor wir also die Wildwasserfahrt in Angriff nahmen, mussten wir Rollen verteilen. Wir entschieden wie folgt:

Navigator war ich. Ich übernahm das Steuer und entschied welche Route wir nahmen.

Riju über nahm die Wache. Sie verteidigte uns gegen angreifenden Kreaturen.

Ridley war unser Anleiter. Mit seiner Nachtsicht konnte er vorausschauen und eine gute Schätzung abgeben, welcher Weg der sicherste wäre.

Zu guter Letzt war Yig-Xud unser Sammler, der die großzügig verteilten Kugeln einsammeln konnte.

Leider hatten wir eine Rolle außer Acht gelassen. Jemand der unser Schiffsgut beisammen hält, während die Predacésso hin und her geschleudert wurde. Nichts desto Trotz ist die Predcésso unbeschadet aus dem Ebryter herausgeschossen, im wahrsten Sinne des Wortes! Ein gewaltiger Wasserfall stürzte auf eine Stadt an den Westhängen Hjörtenbergens. Aus diesem Wasserfall schossen wir heraus. Unter uns die Wracks der unglücklich Gescheiterten. Doch wir landeten sicher im Hafen Ultgangs, der westlichsten Stadt des Festlandes Durandars. Als wir kurz Inventur machten, bemerkten wir, dass wir einiges aus unserem Lager verloren. Bevor wir uns darüber ärgern konnten, wurden wir von einem gut gekleidetem Forasier begrüßt. Dieser war einer der beauftragten der Weltreise. Er beglückwünschte uns zu der erfolgreichen Durchfahrt und überreichte und einen Bauplan als Preis. Ridley besah sich diesen und erkannte, dass es nur ein Teil einer größeren Konstruktion war. Ein Standbein einer Uhr oder etwas ähnliches.

Als Ridley sich mehr mit dem Plan auseinandersetzte befragten wir den Forasier was Ultgang aus machte. Er erklärte uns es wäre eine Handwerksstadt, doch entdeckten wir im Laufe des restlichen Tages was dies bedeutete. Es war eine sehr kunstwerkorientierte Handwerksstadt. Yig-Xud suchte jemanden, der seinen Harnisch verbessern könnte, doch fand er nur jemanden, der ihn nur optisch verbessern würde. Riju fand jedoch für Kofeï etwas Spielzeug. Er bekam ein kleines Holzschwert worüber er sich außerordentlich freute und am Abend eifrig damit übers Deck des Schiffes herum wedelte.

Ich wollte der Crew etwas Komfort gönnen und suchte eine Schreinerei auf. Ich wollte ein Paar Betten kaufen, doch diese in Ultgang waren sehr edel und sehr teuer! Um das günstigste Bett zu kaufen hätte ich die Predacésso verpfänden müssen. Leider stand das natürlich außer Frage und meine Crew musste sich dann doch noch etwas gedulden.

Zum Abend hin erkundeten wir die Stadt noch ein wenig. Etwas abseits vom Hauptteil der Stadt war, über einer Brücke, ein einzelner Turm zu finden. Die Wache davor informierte uns, dass dies ein Gefängnis sei und eine Forasierin festhielt, die ihren Mann aus dem Fenster heraus mit ihrem langem Haar erhang. Auf unseren Weg zurück zum Schiff unterhielten wir uns noch etwas über diese Frau. Riju wägte ab, ob sie geeignet wäre den Wøardam beizutreten. Doch wussten wir nicht genug über diese Frau um sie aus ihrem Gefängnis zu befreien. Und außerdem wollten wir ja auch Asteirho einholen. Also entschlossen wir uns diese Nacht auf dem Schiff zu verbringen und am nächsten Tag die Reise weiter zu führen.

-Kapitän Quonda

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