Auf dem Abenaava

Vorwort

Die Geschichte spielt auf dem Planeten Lygea. Für Kontextverständnis könnt ihr hier eine ganz grobe Übersicht zu den Völkern und der Welt lesen. Bei Interesse, tiefer in die Welt einzutauchen, empfehle ich unsere World Anvil Seite (Noch in Bearbeitung).

14. Rovember 1025, Das Jahr Aquems

Als wir den Abenaava entlang fuhren merkten wir, wie wir immer tiefer in das forasische Land eindrangen. Nicht nur die Nächte waren kalt, sondern auch die Mittagsluft ließ unser Blut erkalten. Wie ein gewohnter Seefahrer, bin ich das wechselnde Wetter gewohnt, doch meine Crew musste diese Lektion auch wortwörtlich am eigenem Leib erfahren. Riju,welche in diesem Land groß wurde, störte es kaum. Besonders Yig-Xud schloss eng seinen Mantel. Cui verbrachte sowieso die meiste Zeit unter Deck. Bei Ridley konnte ich nicht sagen, ob er fror oder nicht. Jedenfalls erwähnte er nichts der gleichen und zeigte nicht, wie es ihm ging.

Wir passierten Ligwenstad ohne anzulegen. Es war uns wichtiger im Rennen weiter aufzuholen und Weg zu machen. Riju erwähnte nur, dass dort in der nähe ein Wøardamlager wäre. Dennoch war ihr die Weiterfahrt wichtiger, als dort vorbei zuschauen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir bereits circa eine Woche auf See. In dieser Zeit begegneten uns bereits bekannt Kreaturen, wie die Skrig. Diese halfen uns unser Lager mit Fleisch zu füllen.

Vielleicht drei Tage weiter sahen wir endlich wieder erneut ein Schiff mit schwarzen Segeln! Auch wenn es erst das zweite Mal war mit dieser Crew, wussten alle ihrer Aufgaben. Riju ging und befeuerte die Maschine, Ridley und Yig-Xud hissten die Segel und ich steuerte auf den Rumpf des feindlichen Schiffes zu. Das Piratenschiff war in etwas doppelt so groß, wie die Predacésso, dennoch war unser Aufprall gewaltig und schlug mindesten 20 forasische Piraten über Bord. Ich rief „Macht keine Gefangenen! Seid auf der Hut nach dem Kapitän! Und schnappt euch ihre Beute!“

forasischer Pirat

Naja… so in etwa, jedenfalls. Es war lächerlich. Uns standen nur noch 3 Piraten gegenüber. Als wir zwei davon fix außer Gefecht setzten präsentierte sich der Kapitän. Mit ihm zwei weitere Piraten. Das Timing war perfekt, dachte ich mir und überspülte deren Schiff mit meiner Welle. Bis auf einen Piraten und dem Kapitän wischte ich jeden vom Deck. Wir hatten nur noch 10 Minuten bis das Schiff sank. HA! Ein mickriger Pirat und den Kapitän noch dazu! Dessen Kopfgeld, sowie die Beute, die wir einsammeln könnten, brächten uns gute Bitts ein!

Leider täuschten wir uns. Der Pirat war ein Witz, wie gewohnt, doch der Kapitän war ungewohnt stabil. Keiner unserer Angriffe, mit Waffen oder Animationen schienen ihn etwas auszumachen. Doch Ridley und Yig-Xud kamen zur Rettung. So stabil wie er körperlich war, so fragil war er geistig. Yig-Xud warf ihm Beleidigungen, dich ich ungern in Schrift festhalten möchte, an den Kopf während Ridley ihm mit seiner Geistesanimation schwach machte.

Die 10 Minuten und damit auch das Piratenschiff, waren versunken, als der Kapitän auf die Knie fiel und sein Bewusstsein verlor. Ungern ehre ich Piraten, doch dieser Gegner war ein beeindruckender! Später sollte sich herausstellen das dieser der Sohn eines forasischen Ältesten war und bereits bekannte Beute unter den hiesigen Piratenjägern war. Dennoch brachte er uns gute Bitts in Sislepo ein. Doch dazu später, denn vor der Ankunft ereilte uns eine weitere ungewöhnliche Begegnung.

Das Schiff wurde unglücklicherweise in Mitleidenschaft gezogen. So sehr das wir nicht mehr segeln konnten. Die Feuerwaffe des Piratenkapitäns brannte uns ein großes Loch in unser Hauptsegel. Also mussten wir den restlichen Weg mit der Maschine fahren, was jedoch etwas schneller ist als normal zu segeln. Nur besteht die Gefahr dabei das ganze Schiff in Brand zu setzen, wenn der Heizofen über eine längere Zeit brennt. Für solche Fälle sollten wir uns unter Umständen eine Art Schutz überlegen…

Aber diese Überlegung können wir sowie so erst in Silsepo umsetzen. Für den nächsten Tag übergab ich Riju wieder das Kommando. Ich wollte mich einen Tag ausruhen. Das muss Riju etwas missverstanden haben, denn sie rief mich am nächsten Morgen dennoch mit ans Deck. Nun gut, ich überließ ihr die Befehle zu geben und ging dann zurück in meine Kajüte.

Nur um von Yig-Xud nach einigen Stunden aus dem Schlaf gerissen zu werden. Die Situation, zu der ich ans Deck geholt wurde war folgende:

Riju, welche derzeit das Kommando hatte, hing an der Reling und bejammerte jemanden namens Kofeï.

Cui versuchte sie zu trösten.

Ridley, welcher das Steuer übernahm, navigierte das Schiff mit vollem Selbstbewusstsein in die entgegengesetzte Richtung.

Yig-Xud versuchte mir vermeintlich zu erklären, dass sich ein forasisches Kind an Bord befand.

Wir befanden uns auf See, wie sollte ein Kind sich hier her verirrt haben? Doch Yig-Xud erklärte, dass am Morgen sich ein junges Skrig Pärchen in unserem Krähennest bequem gemacht hatten. Neben deren Eiern befand sich wohl dieses Kind, was sich als dessen Junges hielt. Nachdem sie die Skrig vertrieben, nahm das Kind gleich Riju als Mutter an. Doch dann stellte sich heraus, das dieser kleine Forasier, wohl einen Hang zum Versteck spielen hat und regelmäßig verschwindet. Jetzt war er schon zum zweiten Mal verschwunden. Riju dachte er sei Überbord gegangen, was ihre Trauer erklärte.

Während Yig-Xud mir das alles erklärte korrigierte ich unseren Kurs. Ridley, Cui und Riju waren inzwischen unter Deck verschwunden. Plötzlich und mit einem Ruck hielt das Schiff an Ort und Stelle!

Ich ging ebenso unter Deck und versuchte in Erfahrung zu bringen, was der ganze Tumult sollte. Und tatsächlich, da stand ein kleiner Forasier vor mir mit voller Energie grinsend.

Offenbar fanden sie ihn in Cuis Kräuterbeutel, den er versengt hatte. Noch dazu aß er sämtliche Kräuter auf. Ridley wollte den kleine mit einer Bannmarkierung fest halten, doch erwischte er das Schiff statt dessen…

Ich erkannte schnell, dass dieses Kind uns viele Probleme machen wird.

Bevor wir in Sislepo ankamen, tobte Kofeï noch eine ganze Weile auf dem Schiff herum. Einmal setzte er unseren Anker und ein anderes Mal schoss er mit einer unsere Balista auf das Steuersegel. Zu guter Letzt gelang Ridley die Bannmarkierung und ich schimpfte den Jungen aus. Unnötigerweise begann er an zu weinen.

Kinder an Bord…

Nun gut, Cui und Riju insbesondere konnten ihn beruhigen und nun sind wir in Sislepo angekommen. Wir erfuhren von dem Kleinen, dass er wohl von den Wøardam aufgenommen wurde, aber dort verloren ging und dann von dem Skrig Pärchen „adoptiert“ wurde. Wohl möglich aufgrund seiner vogelartigen Erscheinung.

Jetzt überlegen wir, was wir mit ihm machen. Entweder finden wir eine Familie für ihn, oder wir müssen ihn notgedrungen mitnehmen, wobei es für ein Kind sehr gefährlich werden könnte. Fest steht: Wir können ihn nicht einfach aussetzen.

-Kapitän Quonda

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