Trennung und Einheit

Vorwort

Die Geschichte spielt auf dem Planeten Lygea. Für Kontextverständnis könnt ihr hier eine ganz grobe Übersicht zu den Völkern und der Welt lesen. Bei Interesse, tiefer in die Welt einzutauchen, empfehle ich unsere World Anvil Seite (Noch in Bearbeitung).

19. Dragnai 1025, Das Jahr Aquems

Heute erreichten wir Venokko. Mich graute es vor dieser Ankunft ein wenig, denn alle vorherigen Seefahrer, die an meinem Schiff anheuerten und eine Piratenschlacht mit machten, verließen mich bei der Ankunft im nächsten Ort. Natürlich ließen sich alle immer gleich auszahlen.

Doch dieses Mal sollte es anders laufen. Die Auflösung meine Crew stand immer noch in der Waage, aber dieses mal nicht nur durch meinem Verhalten der Piraten gegenüber.

Als wir die Piraten besiegten und deren Schiff versanken, musste Riju unter Deck gebracht werden. Sie war noch eine ganze Weile bewusstlos und Yig-Xud kümmerte sich gut um sie. Während dessen versuchten ich mit Ridleys Hilfe die überlebenden Piraten aus dem Wasser zu fischen. Ridley verstand nicht ganz, warum ich das machen wollte und diskutierte. Dadurch ertrank einer von Vier überlebenden. Ich machte ihm klar, dass es ein Befehl war und so konnten wir wenigsten einen der Vier gefangen nehmen. Meine Konzentration war selbst nicht so stark, ich war eindeutig gestresst, und so bekam ich nicht alle der restlichen drei Piraten mit meiner Wasseranimation richtig gegriffen. Nur einen konnten wir an Deck bringen und gefangen nehmen. Sehr zornig erklärte ich dem Eveliten, dass diese Piraten Bitts wert waren. Von meinen drei Seefahrern ist Ridley noch der einzige, der bis jetzt die Regeln nicht richtig begriffen hatte.

Während ich Ridley zusammenstauchte kam der Teyaner wieder an Deck und berichtete über Rijus Zustand. Sie war sehr schwach, aber bereits bei Bewusstsein. Yig-Xud schlug vor eine Speise zu zu bereiten. ~~~

~~~ Die Crew war für diese Situation zu klein und zu unerfahren. Ich musst mich erst sammeln, bevor ich Yig-Xud die Bewachung des Gefangenen befohlen habe. Wir mussten auch sehr schnell wieder fahrt aufnehmen. Die Predacésso war sehr stark beschädigt und benötigte Reparaturen. Mit nervösem Herzen wies ich Ridley an das Steuer zu übernehmen. Er sollte lediglich nur den Kurs halten, den ich einschlug. Der Weilen kochte ich einen Fleischtopf für Riju. Das nahm nicht all zu viel Zeit ein und Ridley bewies, dass er für knapp eine Stunde auch den Kurs halten konnte. Ich werde ihm gegebenenfalls etwas öfter mal das Steuer übergeben und ihm die Navigation lehren. Auch wenn er noch Probleme mit der Hierarchie an Bord hat, ist er derjenige, der am schnellsten die Dinge erlernt, die ich der Crew beibringe.

Ich brachte den Topf zu Riju und sie aß schon recht gut. Als sie aß betrachtete ich das Loch, das die Piraten uns schlugen. Ich legte meine Hand an die Bruchstellen und das Holz begann zu beben. Jedes mal wenn ich gegen Piraten kämpfte und die Predacésso schaden nahm, tat es auch mir weh. Ich wünschte ich könnte sie heilen, wie wir Lebewesen uns gegenseitig heilen können.

Riju legte sich wieder schlafen und ich ging zu Ridley und übernahm das Steuer. Ridley löste Yig-Xud mit der Wache ab. Mir fiel ein, dass ich noch einen Armbrustbolzen in der Stirn stecken hatte und zog ihn heraus. Zu meinem Pech konnte ich die Wunde nicht selbst heilen und der Teyaner kam mir da zur Hilfe.

Wir waren noch circa vier Tage auf dem Meer, bevor wir Venokko erreichten. Riju erholte sich gut, blieb aber die ganzen Tage unter Deck. Ridley und Yig-Xud wechselten sich mit der Wache des Piraten ab und ich navigierte uns durch das Gewässer, entlang der durandarische Westküste. Als wir vor Venokko ankerten kam Riju auch das erste Mal an Deck und sah unseren Gefangenen. Ich hätte es erwarten müssen! Ich war zu sehr mit mir selbst und meinen eigenen Plänen beschäftigt, als dass ich die Anzeichen hätte erkennen können. Denn Riju zog ihre Charkram und begann den am Mast gefesselten Forasier anzugreifen. Wir alle wollten einschreiten, doch nicht jeder von uns handelte angebracht. Der Evelit wollte sie mit seinem Nachtschwarm ruhigstellen. Was er nicht verstand, war dass das ein Angriff war und es die Forasierin nur noch wütender machte. Ich schritt ein und besänftigte sie, was nur kurz gelang. Bevor ich meine Worte an sie richten konnte, animierte unser Teyaner eine Erdkapsel um sie herum. Das machte sie wieder rasend. Jetzt wollte sie nicht nur den gefangenen Forasier töten, sonder auch ihre Crewmitglieder. Ich schrie die anderen Beiden an und befahl ihnen den Gefangenen zur Garde zu bringen. Doch Riju kämpfte sich frei und hörte nicht die Entschuldigungen der Beiden. Sie preschte hinter dem Gespann hinterher. Ich folgte ihr so schnell ich konnte und versuchte sie noch zu greifen, aber es gelang mir nicht. Das einzige, was mir noch möglich war, war erneut meine Besänftigung auf sie zu wirken. Sie blieb dann auch stehen und drehte sich zu mir um. Sie war immer noch zornig. Sie verlangte eine Erklärung, wie wir solch ein Wesen nur am Leben lassen könnten. Ich erklärte ihr, dass das meine Art war Bitts ein zu nehmen und versuchte sie zu überzeugen, dass der Tod für Forasier oftmals willkommen war, im Gegensatz zur Gefangenschaft. Auch wenn sie das für den Moment akzeptieren konnte, war sie immer noch rasend über ihre Crewmitglieder und gestand mir, dass sie mit solchen nicht auf ein und dem selben Schiff reisen konnte. Damit verließ sie unsere kleine Gruppe. Ich akzeptierte ihre Entscheidung, da ich sie verstehen konnte. Dennoch bat ich ihr an zurück zu kommen, oder das Gespräch zu suchen, da wir noch einige Tage in Venokko vor Anker liegen werden. Sie bedankte sich bei mir dafür und ging...

Darüber sinnend, was ich alles Falsch gemacht habe, stand ich am Deck der Predacésso und besah mir den nahenden Sonnenuntergang. Ridley und Yig-Xud kamen wieder mit 200 Bitts in den Taschen. Sie fragten nach Riju und ich klärte sie auf. Noch dazu bot ich ihnen auch an die Truppe zu verlassen. Yig-Xud schien noch unentschlossen zu sein. Ridley konnte ich in diesem Moment nicht lesen. Sie boten sich an zu versuchen Riju zurück zu holen und die ganze Situation zu viert zu besprechen. Damit gingen sie dann auch auf die Suche nach ihr.

Während sie suchten bezahlte ich ein paar Werftarbeiter, dieses Mal ausgewählte Dragnarier, um die zwei Löcher zu reparieren. Das nahm komplett unsere neuen Einnahmen. Ich war auch nicht in der Stimmung zu feilschen...

Am frühen Abend kamen tatsächlich die Beiden mit Riju zurück. Ich lud die Drei in meine Kabine ein. Ich blieb still und ließ Riju das erste Wort ergreifen. Sie schilderte, was sie dazu brachte so zu handeln, wie sie es Tat. Wie ich schon vermutete war sie eine der Wøardam und stand unter konstanten Angriffen männlicher Forasier. Ihr Dorf wurde abgebrannt und sie wurde auf die Reise geschickt um stärker zu werden. Sie brachte die Bitte an, wenn sie auf diesem Schiff weiter anheuerte, dann würde sie gerne uns dazu verpflichten mit ihr in den Kampf zu ziehen, wenn es an der Zeit ist. Für mich war das eine Selbstverständlichkeit. Sie war bereit zurück zukommen. Jeder der auf der Predacésso fährt ist Teil des Schiffes, Teil der Familie und Kapitän Quonda kämpft immer an deren Seite. Die anderen Beiden stimmten mit ihren eigenen Worten und auch Bedingungen zu. Yig-Xud würde es bevorzugen die weitere Reise abzuwarten, bevor er eine genau Zusage treffen konnten.

Anschließend klärte ich die Crew über meine Berufung auf. Ich gestand mir den Fehler ein es ihnen verschwiegen zu haben, doch haben sie sich eine Erklärung verdient. Ich bin Piratenjäger. Und zwar ein sehr leidenschaftlicher. Piraten fügten mir und meinen vorherigen Crews, sowie Schiffen an denen ich selbst anheuerte, großes Leid zu. Vielleicht erzähle ich ihnen demnächst meine komplette Geschichte...

Unser Gespräch hat definitiv noch kein Ende gefunden. Doch wir sind bereits zu einer Einigung gekommen: Wir fahren gemeinsam weiter nach Isporten!

-Kapitän Quonda

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