Besorgungen und Exkurs

Vorwort

Die Geschichte spielt auf dem Planeten Lygea. Für Kontextverständnis könnt ihr hier eine ganz grobe Übersicht zu den Völkern und der Welt lesen. Bei Interesse, tiefer in die Welt einzutauchen, empfehle ich unsere World Anvil Seite (Noch in Bearbeitung).

07. Dragnai 1025, Das Jahr Aquems

Derzeit rasten wir zum Abend an einer Küste, einige Seemeile nördlich Lugo del Visas. Yig-Xud hat uns hier eine kleine Hütte animiert, in der wir die Nacht verbringen können. Jetzt gerade sitzen wir gemeinsam um ein kleines Lagerfeuer herum und jeder beschäftigt sich mit dem Seinen. Im Lauf des vergangenen Tages ist so einiges vorgefallen, aber ich möchte dort anfangen, wo wir Gestern in Lugo del Visa anlegten.

Ich überließ es den drei Matrosen, die Predacésso an zu tauen. Während Riju und Ridley auf Backbord das Tau gut befestigten, übersah Yig-Xud, dass wir auf Steuerbord kein Steg hatten und warf das Tau in die See.

Ich, der Weilen, teilte unser Guthaben in vier Teile. Riju, Ridley und Yig-Xud gab ich je 50 Bitts mit und für mich das doppelte. Ich beauftragte die Drei für die lange Reise nützliche Gegenstände einzukaufen, sei es für sich selbst oder für die Gemeinschaft. Yig-Xud und Riju machten sich gemeinsam auf zu einer Schmiede und Ridley nahm sich die Aufgabe eine Karte Durandars zu ersteigern. Oh, das ist richtig! Bevor ich die Bits verteilen konnte, begrüßte uns eine junge Dragnarierin, namens Amikaj. Sie begrüßte wohl jeden Weltreisenden. Sie hatte im Auftrag uns den nächsten Hinweis zu geben und unsere Fragen zu beantworten.

Neben diesem Reim haben wir noch einige andere Sachen in Erfahrung gebracht. Zum einen gibt es mehrere Orte je Kontinent, die zu besuchen sind. Ebenso erhalten wir erst den Viastrar, nach dem wir den letzten Hinweis des Reimes lösen und den entsprechenden Ort erreichen.

Als Amikaj uns all die Information gab, die wir ihrer Meinung nach benötigten, verabschiedete sie sich auch wieder recht schnell. Als wir uns dann auch, wie ich zuvor beschrieb, trennten ,fielen mir noch einfahrende Schiffe auf, auf die Amikaj zu steuerte. Es ist gut zu wissen, dass wir, selbst mit unserer späten Abreise, nicht die letzten sind, die den ersten Ort erreichten. Das gibt guten Mut und neue Hoffnung, dass dieses Rennen zu gewinnen möglich ist.

Ich selbst machte mich mit meinen 100 Bitts auf zur nahe gelegenen Hafenwerft um ein Beiboot zu kaufen. Ich fand es notwendig eins zu haben, für den Fall, dass wir an einer hafenlosen Küste anlegen müssten, da nicht jeder von uns fähig ist zu schwimmen. Von den oft wechselnden Matrosen, die ich zuvor auf der Predacésso beschäftigte, wusste ich, dass dies eine mittelmäßige Werft war. Nicht die Schlechteste in der Stadt, aber auch nicht die Beste. Ich plante auch nicht die ganzen 100 Bitts für ein Beiboot auszugeben. Es sollte uns auch nur bis Silviem reichen. Ich denke dort können wir uns von den Nerivanern, mit ihrer Animakunst, lebendiges Holz in Nutzgegenstände zu formen, ein viel besseres und auch schöneres Beiboot machen lassen. Nun aber, war es vorerst nötig ein „normales“ Boot zu kaufen. Die Werft war klein und der Meister war auch sofort zur Stelle, als ich nach meinem Wunsch fragte. Er war energetisch und enthusiastisch mir ein Boot zu verkaufen. Doch ich fand schnell heraus, dass er von seinem Werk wenig Ahnung hatte. Das erste Boot, dass er mir zeigte, wollte er mir für 180 Bitts als Sonderangebot verkaufen! Noch dazu behauptete er, es wäre mit Steinen beschwert, dass es „bleibt“... Ich ließ mir vorerst ein anderes zeigen und daran forderte ich sein Wissen etwas mehr heraus, um zu sehen ob seine Preise berechtigt waren. Kurz gesasgt, sie waren nicht berechtigt. Ich konnte ihn auf 120 Bitts herunter handeln, aber ich wollte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als 80 ausgeben. Ich drehte mich um und war dabei die Werft zu verlassen. Ich sagte nur noch, dass ich zu der viel schlechteren Werft in der Stadt gehen will. Das gab ihm den Rest und ich bekam mein Beiboot (mit angeblichen Steinen) für 80 Bitts. Ich gab den Arbeitern, die es an der Predacésso anbrachten, noch mal 5 Bitts als Dank. Ich durchsuchte das Beiboot noch einmal genauer nach Steinen, aber ich fand keine.

Da meine Freunde von ihren Einkäufen noch nicht wiedergekehrt waren, entschied ich mich, etwas von meinen „Schätzen“ zum Markt zu bringen und gegebenenfalls etwas Bitts dafür zu bekommen . Doch mir fiel etwas anderes sofort ins Auge. Wunderschöne purpurne Stoffe! Der Händler erklärte mir, dass es Stoffe aus Finnindor seien. Als ich eine nerivanische Vase zum Tausch anbot, holte der Händler einen etwas anderen Stoff vor. Dieser War gelblich und von geringerer Qualität. Das war zu sehen! Wieder behauptete er, dieser Stoff sein teyanischer Herkunft, aus dem Norden Finnindors. Da ich jedoch den Norden dort kenne, insbesondere Quenterra, wusste ich, dass dies eine Lüge war. Er wollte lediglich diese schöne Holzvase sich günstig erschleichen. Ich erkannte dadurch sein Interesse an der hierzulande seltenen nerivanischen Kunst und legte noch ein Set Holzbesteck oben drauf und erhielt den purpurnen teyanischen Stoff.

Nun, dieser Handel war nicht grundlos. Da ich mit der Predacésso schon seit langer Zeit Heimat ungebunden reise, ziert meinem Segel keines der Landes- und Handelsmuster. Doch da wir nun diesen wunderbaren Auftrag Dragnars umsetzen, fand ich es angebracht der Predacésso etwas Farbe zu verleihen. Der Stoff ist leider nur 5 m² groß und wird nicht für das Hauptsegel reichen, aber ich denke daher an eine oder zwei Flaggen, die das Schiff zieren könnten.

Ich bin noch am überlegen was für ein Wappen ich unserer Crew geben soll, aber ich hoffe, dass wir bald auf einen Schneider treffen, der sich dieser Aufgabe stellen will.

Inzwischen waren die anderen auch wiedergekehrt. Yig-Xud kaufte sich ein neues Messer aus einer der forasischen Schmieden. Riju kam leider enttäuscht wieder. Sie wollte ihren Chakram verbessern lassen, doch die Forasier, in den Schmieden, die sie besuchte, gaben ihr nur überhöhte Preise. Da musste ich daran denken, dass ich Klingen auf mystische Art verbessern kann und bot ihr diesen Dienst an. Dies hob ihre Stimmung leicht. Ich selbst machte mich dabei Abendessen für alle zu zu bereiten. Ridley zeigte uns seinen Erfolg. Er kam mit einer Karte für West Durandar wieder. Es ist weniger als wir erhofften, doch es reichte aus unser nächstes Ziel zu erreichen.

[...]
Schnee und Eis bilden ein Tor,
wenn das zweite Ende ihr findet vor.
[...]

Wir fanden heraus, dass damit Isporten gemeint ist, welches im Norden Durandars liegt. Es ist glücklicher Weise noch auf der Karte drauf, die Ridley uns brachte. Wir planten dann damit unsere nächste Route. Wir wollten an der Küste nördlich entlang fahren, an Venokko vorbei, direkt nach Isporten. Es sollte uns nicht mehr als fünf oder sechs Tage kosten.

Doch heute stellte sich heraus, dass eine Weltreise nicht aufs kleinste Detail geplant werden kann. Trotz des Planes an der Küste entlang zu fahren, verlor ich aus den Augen, wo wir genau waren. Noch dazu wollt Yig-Xud eine Pause einlegen. Während ich und Ridley auf dem Schiff blieben, fuhren Riju und Yig-Xud mit dem Beiboot an Land.

Ich versuchte unseren Standort auf der Karte ausfindig zu machen und die anderen Beiden sollten an Land das gleiche tun. Doch sie fanden stattdessen eine kuriose Höhle! Sie kamen schnell zurück und erzählten uns von ihrem Fund. Ich war hin und her gerissen. Einerseits war die Weltreise ein Rennen. Andererseits bin ich ein Erkunder und diese Höhle reizte mich sehr. Der Crew und meinem Erkundungsdrang erlegen entschied ich mich für die Höhle. Mit der Dampfmaschine fuhren wir etwas näher an die Küste, in eine kleine Bucht und gingen allesamt an Land. Am Morgen werden wir die Höhle erkunden. Ich hoffe sehr, dass es uns höchstens nur einen Tag kosten wird.

Wer weiß was wir dort entdecken...

-Kapitän Quonda

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